Lake Manyara Nationalpark – Klein, vielfältig und voller Leben
Der Lake Manyara Nationalpark im Norden Tansanias liegt etwa 120 Kilometer westlich von Arusha und zählt zu den landschaftlich vielfältigsten Schutzgebieten des Landes. Zwischen den steilen Klippen des Rift Valley im Westen und dem Manyara-See im Osten entfaltet sich ein Mosaik aus Sümpfen, Grasland, Waldgebieten und heißen Quellen im Süden. Der Park erstreckt sich über 649 Quadratkilometer, wovon rund 220 Quadratkilometer vom alkalischen Manyara-See bedeckt sind. Durch seine Lage zwischen 960 und 1.828 Metern über dem Meeresspiegel entstehen unterschiedliche Vegetationszonen, die eine beeindruckende Artenvielfalt ermöglichen.
Lake Manyara ist bekannt für eine außergewöhnlich hohe Biomasse-Dichte an Säugetieren, insbesondere durch große Elefanten- und Büffelherden. Daneben leben hier Zebras, Giraffen, Flusspferde, verschiedene Antilopenarten, Meerkatzen und Paviane. Mit etwas Glück lassen sich auch Leoparden beobachten, während Löwen und Nashörner nur noch selten vorkommen. Trotz seiner geringen Größe gehört der Park zu den tierreichsten Gebieten Ostafrikas.
Für Vogelbeobachter ist Lake Manyara ein Paradies. Mehr als 400 Arten wurden hier dokumentiert, darunter mindestens 44 tagaktive Greifvogelarten. Je nach Jahreszeit färben tausende Flamingos den See in zarte Rosa- und Rottöne und schaffen ein unverwechselbares Naturerlebnis.
Seit 1960 ist Lake Manyara ein Nationalpark, und 1981 wurde er zusätzlich als UNESCO-Biosphärenreservat ausgezeichnet. Diese lange Schutztradition unterstreicht seine ökologische Bedeutung und macht ihn zu einem der faszinierendsten Naturgebiete Tansanias.
